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Wie funktioniert Nachhaltigkeit?

Wie funktioniert Nachhaltigkeit?

Wo anfangen?

Nachhaltigkeit geht uns alle an. Aber wo fängt man an. Alle reden von Nachhaltigkeit: Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler – nur keiner zeigt einem, wie das wirklich geht. Also wie funktioniert Nachhaltigkeit? Mit kleinen Schritten. Mit Bewusstmachen. Mit Überdenken seiner Gewohnheiten. Mit der Analyse seiner persönlichen Komfortzone. Niemand nimmt einem seinen persönlichen Beitrag zu einem nachhaltigen Leben ab. Es gibt keine Ablässe dafür zu kaufen und das ist auch gut so. Ein nachhaltiges menschliches Leben wird es auf unserem Planeten nur dann geben, wenn wir aufhören darauf zu hoffen, dass jemand anders schon irgendwann und irgendwie was dagegen machen wird. Machen müssen wir selbst!

Wie Niko Paech u.a. festgestellt haben beläuft sich beispielsweise die jährliche CO2 Emission jedes einzelnen Bundesbürgers im Jahr auf ungefähr 11 Tonnen. Damit ein nachhaltiges Leben auf der Erde gewährleistet werden kann und unter der Prämisse, dass man weltweit jedem einzelnen Menschen solidarisch das gleiche Maß zugesteht, dürften es nur 2,7 Tonnen im Jahr sein. Das heisst konkret, dass wir langfristig versuchen müssen uns einzuschränken. Einschränkung ist für die meisten Menschen gleichgesetzt mit Verzicht. Dem ist aber nicht unbedingt so. Es geht zunächst darum, dass man Prozesse optimiert und langfristig Ressourcen einspart und somit weniger CO2 Emissionen pro Kopf erzeugt. Es versteht sich von selbst, dass das Thema Nachhaltigkeit weitaus komplexer ist, als diese Verkürzung, aber irgendwo muss ich für mich gerade anfangen.

“Die größte Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anders ihn rettet.”Robert Swan

Ein Beispiel: Ich bin und war mein Leben lang ein Kaffeetrinker – rauhe Mengen, jeden Tag. Seit ein paar Wochen unterstütze ich meine Frau in Ihrem Bestreben gesünder und nachhaltiger zu leben. Morgens gibt es mitterlweile frisch gepresste Säfte, die schmecken besser und sind gesünder als Kaffee. Wenn man mal versucht hat Kaffee und frisch gepresste Säfte zu kombinieren, versteht man übrigens das Prinizip der Versauerung unserer Meere – man kippt um bzw. man kann beides nicht dauerhaft bei sich behalten. Aber worauf ich eigentlich hinaus will: Ich trinke jetzt weniger Kaffee, was gut ist, denn dadurch bin ich weniger verantwortlich für die Mißstände (z.B. Kinderarbeit) in den Kaffee produzierenden Ländern, dafür trinke ich bewußter Kaffee, nehmen ihn nicht als selbstverständliches Lebensmittel und genieße ihn wieder mehr, was den Kaffee wertiger macht. Trotzdem verzichte ich nicht auf ihn, aber dadurch, dass ich ihn durch frisch gepresste Säfte ersetze, habe ich sogar einen Mehrwert für mein Leben und meine Gesundheit hinzugefügt. Viele der Säfte wird aus Obst und Gemüse aus unseren Breiten zubereitet. So gestalte ich mein Leben – zugegebenermaßen noch sehr gering – nachhaltiger. Aber wo kein Anfang ist ist auch kein Fortschritt. Rom ist bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Beim Duschen ist mir aufgefallen, dass ich jemand bin, der das Wasser immer laufen lässt – welch Verschwendung von Trinkwasser! Ich habe damit begonnen während des Einseifens nicht das Wasser Laufen zu lassen – das spart Ressourcen und meinen Geldbeutel – ein Zusammenhang, der auf der Hand liegt. Und es ist nachhaltiger.  So kann man die Liste in seinem persönlichen Leben ständig verlängern. Es geht um ein Verlassen der eigenen Komfortzone. Es geht um eine Analyse von gelernten Verhaltensweisen. Es geht um (Ver-)Änderung. Jeder muss etwas tun. Jeder muss Umdenken. Und vor allem – jeder muss damit anfangen – besser heute als morgen. Für Anregungen bin ich jederzeit dankbar.

Alex Fuchs
ADMINISTRATOR
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