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Es regt sich was: Mit dem veganen Foodtruck durch Berlin

Réger Burger - Der Traum vom eigenen Foodtruck | Alle Fotos: Réger Burger 2015

Regional, frisch, rein pflanzlich: Réger Burger ist vor einigen Tagen mit ihrer Crowdfunding-Kampagne unter startnext.com/regerburger gestartet. Damit wollen sich die zwei Gründer Pit Reger und Sebastian Frank den Traum vom eigenen Foodtruck erfüllen. Noch 33 Tage kann man Réger Burger beim Crowdfunding unterstützen.
 
Von der Idee zum Crowdfunding

Seit Ende Juni gibt es Réger Burger. Pit Reger und Sebastian Frank haben sich durch eine Announce im Internet kennengelernt. Zusammen ernähren sich die zwei Jungunternehmer bereits seit über neun Jahren vegan. „Wir wollten schon immer unser eigenes Ding im Bereich Gastronomie machen. Zudem haben mich alte Trucks bzw. Foodtrucks schon immer fasziniert und ich habe meine Bachelor-Arbeit über dieses Foodtruck-Konzept geschrieben.“, sagt Pit. „Aus diesem Grund wollen wir unseren Foodtruck ab Frühjahr 2016 auf Berlins Straßen an den Start bringen und auf Streetfoodmärkten, Festivals der Republik und anderen Events unser Streetfood unters Volk bringen“, ergänzt Co-Gründer Sebastian. Réger Burger spricht aber nicht nur VegetarierInnen und VeganerInnen an, sondern heisst jeden hungrigen Gast herzlich willkommen. Allerdings birgt die Anschaffung eines Foodtrucks enorme Kosten, die ohne die Hilfe der Crowd und den Fans nicht finanzierbar wäre.

Alles oder nichts, aber hoffentlich alles

18.000€ haben sich die beiden Geschäftsführer als Ziel und Fundingschwelle gesetzt. „Wir werden alles daran setzen die Schwelle zu erreichen und hoffen natürlich auch, dass die Crowd unser Projekt feiert und unterstützt!“, zeigt sich Pit zuversichtlich. Wenn die Schwelle erreicht wird, werden beide ihren Foodtruck daraus teilfinanzieren. Bis zum 25. November läuft das Crowdfunding für den Réger Burger Foodtruck bei Startnext. Nur mit dem Support der Crowd wird die Kampagne erfolgreich laufen. 

Quelle: Pressetext Réger Burger

Interview mit den Jungs von Réger Burger

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen einen Foodtruck als Crowdfundingprojekt zu starten?

Nachdem wir uns für die Idee einen veganen Foodtruck zu eröffnen entschieden hatten, haben wir über mögliche Finanzierungswege nachgedacht. Crowdfunding bietet eine Triple-Win-Situation. Die Unterstützer bekommen das Produkt welches Sie unterstützenswert finden, dank Gutscheinen deutlich günstiger, wir generieren Aufmerksamkeit und das gesammelte Geld ermöglicht es uns überhaupt durchzustarten. Da war die Wahl schnell getroffen!

Wie habt Ihr Euch kennengelernt bzw. wie lange kennt Ihr Euch schon?

Die Idee von Réger Burger ist aus der Bachelor Arbeit von Pit entstanden. Es ging darum ein Kommunikationskonzept für veganes Streetfood zu entwerfen. Als dies stand, und Pit seinen Abschluss in der Tasche hatte, wollte er nicht, dass das ganze wieder in einer Schublade verschwindet. Nachdem er dann im April dieses Jahres ein Inserat auf der Seite www.veggie-jobs.de geschaltet hatte, wurden wir aufeinander aufmerksam.

Ein Foodtruck mit vegan-vegetarischer Küche – braucht Berlin noch sowas oder gibt es nicht schon genug Angebot?

Das ist lustig, dass Leute immer denken das Angebot in dieser Hinsicht wäre schon gesättigt. Es gibt derzeit – um genau zu sein – keinen veganen Burger-Foodtruck in Berlin, der einem regelmäßigen Tagesgeschäft nachgeht. In ganz Deutschland nur eine handvoll. Vincent Vegan aus Hamburg ist diesen Sommer auch hier in Berlin gestartet und musste leider wegen eines Unfalls eine Zwangspause einlegen.

Ist Vegansein nicht gerade auch ein ein bisschen Hype?

Natürlich ist vegan sein gerade in den Medienfokus geraten. Und so gesehen ist Vegan auch Trend. Wir machen das Ganze aber nicht um auf irgendeinen Zug aufzuspringen. Wir gehen sogar etwas weiter und behaupten: Vegan leben ist für uns so selbstverständlich und einfach, dass man es gar nicht mehr großartig anpreisen will. Es ist in den Mainstream übergegangen und sollte somit nicht dauernd wie eine Ernährungsweise aus einer anderen Welt behandelt werden!

Warum ein Foodtruck und kein Restaurant?

Ein Foodtruck bietet extreme Vorteile für Geschäftseinsteiger. Man ist deutlich flexibler im Verkauf als mit einem stationären Restaurant. Wir können zu den hungrigen Leuten kommen, und die Leute müssen nicht alle zu uns finden. Desweiteren sind wir mit einem Truck nicht an eine Miete oder einen Vertrag gebunden.

Bringt Ihr beide gastronomische Erfahrungen mit und welche behördlichen Hürden müsst Ihr meistern, bevor es losgehen kann?

Wir beide kochen schon seit unserer Kindheit liebend gerne. Zusammen kommen wir auf über neun Jahre Erfahrung in der veganen Küche. Wir beide haben auch schon in Restaurants in Luxemburg gearbeitet. Sebastian hat mal ein Praktikum in der Küche eines Hotels absolviert und kocht in seiner Freizeit gerne.

Behördliche Hürden gibt’s eine Menge, wenn auch alle schaffbar. Vom Gesundheitsamt über den TÜV zum Ordnungsamt, darf jeder einmal bei uns vorbeischauen bis wir hoffentlich nächsten Frühling richtig starten dürfen.

Welche Köstlichkeiten wird es denn bei Euch am Wagen geben?

Voraussichtlich werden wir 3 Burger anbieten: 2 Klassiker mit z.B. BlackBeanPattie und Nachos sowie einen saisonal wechselnden Burger. Dazu kommen noch klassische French-Fries aber auch welche aus blauen Kartoffeln, aber da müssen wir noch prüfen, ob wir diese auch aus biologischem Anbau bekommen. Nachtisch und Getränke dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Gibt es in Eurem Konzept bewußte Nachhaltigkeitsaspekte?

Auf jeden Fall. Wir hängen die zwar absichtlich nicht an die große Glocke, um nicht wieder einer dieser klischeebehafteten Veganer zu werden, doch werden alle Produkt rein pflanzlich und biologisch sein. Unsere Zulieferer und Produzenten sind soweit möglich aus der Region. Der Aspekt der Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durchs Unternehmen. Selbst unsere Arbeitskleidung ist GOTS-zertifiziert (GOTS = ziemlich höchster Produktionsstandard in der Textilbranche)

Werdet Ihr die Lieferketten der Lebensmittel kennen bzw. wird es Kooperationen mit Ökobauernhöfe etc. geben?

Unser Selbstverständnis ist es in sehr engem Kontakt mit unseren Zulieferern zu stehen, um auch wirklich jede Frage unserer Kunden ehrlich beantworten zu können.Wir haben bereits mit vielen von ihnen geredet. Einige stellen sogar extra auf uns zugeschnittene Produkte her.

Warum sollten Euch die Menschen bei Eurem Crowdfunding unterstützen?

Crowdfunding bietet wie vorher schon erwähnt 3 große Vorteile: Einerseits können Projekte Realität werden und eine Zuschauerschaft erreichen, die aus dem Stand so kaum möglich wäre, andererseits kriegen aber auch die Unterstützer einen Vorteil geboten. Die Dankeschöns haben wir alle mit extrem viel Sorgfalt erstellt, und haben dafür gesorgt , dass von Gutscheinen, über Pullover zu Catering auch wirklich für jeden etwas dabei ist.

Eurer Logo ist ein Burger mit einem Heiligenschein und bei Startnext werbt Ihr mit dem Slogan „Support its holiness“ – was hat es damit auf sich oder ist das nur ein Werbegag?

Natürlich ist unsere Kommunikation mit dem nötigen Humor zu interpretieren. Doch gibt sie auch Aufschluss darüber wie wir zu Essen stehen. Wir beide sind nicht sonderlich religiös aufgewachsen. Wenn uns aber etwas heilig ist, dann sind es Lebensmittel.

Eurer Crowdfunding läuft jetzt noch bis Mitte November bei Startnext. Was ist das erste, was Ihr mit dem Geld macht, wenn die Fundingschwelle erreicht wird?

Abhängig davon, wie die Kampagne verläuft, werden wir uns natürlich direkt auf die Suche nach einem geeigneten Truck machen und diesen dann auf Vordermann bringen. Parallel dazu werden wir dafür sorgen, dass alle Unterstützer schnellstmöglich ihre Dankeschöns erhalten.

Autos sind ja generell nicht die beste Idee für eine bessere Welt wegen den Schadstoffemmissionen. Habt Ihr darüber nachgedacht, Eure CO2 Emissionen in irgendeiner Form zu kompensieren bzw. zu neutralisieren?

Keiner von uns beiden ist Fan von einem Auto als Privattransportmittel. Wir beide haben auch selber kein Auto, da es hier in Berlin auch nicht notwendig ist. Als Burgeranbieter gestaltet sich das jedoch anders. Immerhin können wir zu den Leuten kommen, und ersparen so vielen Leuten einen langen Anfahrtsweg. Auch auf Festivals, Sportveranstaltungen oder anderen Events gibt es kaum mobile Anbieter, die vegane Optionen anbieten. Und irgendwie muss man ja auch zu den Veranstaltungen hinkommen, um diese Lücke zu decken. Desweiteren ist er im Vergleich zu einer Immobilie, die den ganzen Winter geheizt wird, nicht schlechter in seiner CO2-Bilanz. Wir sehen CO2-Kompensierungen oftmals als Ablasshandel, dennoch ist es eine Option, die wir auf jeden Fall in Betracht ziehen werden, wenn alles gut anrollen sollte.

1000 Dank für das Gespräch und ich drücke Euch die Daumen, dass es klappt. Und für alle, die Euch unterstützen wollen geht es hier lang: RégerBurger Crowdfundingkampagne

Alex Fuchs
ADMINISTRATOR
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