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In eigener Sache: Crowdfunding für den Dokumentarfilm “Generation CO2”

Dokumentarfilm GENERATION CO2 | Video: Visual BastARTS | Kamera: Claudius Grimme

Die Idee {R}Evolution als Blogmagazin zu gründen wurde aus der Idee geboren, den Dokumentarfilm “Generation CO2” über Klimawandel und nachhaltiges Leben zu produzieren. Mein Anliegen dabei ist es ein größeres Bewusstsein in der breiten Öffentlichkeit für das Thema wie wir nachhaltig im Einklang mit unserem Lebensraum leben können zu schaffen.

Nachdem wir nun {R}Evolution Ende Mai 2014 gestartet haben, haben wir bis heute über 5000 Besucher auf unserer Seite gehabt – ein erster Erfolg, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Mit Marius Hasenheit konnte ich einen freien Autor gewinnen, der sich ehrenamtlich für die Sache engagiert. An dieser Stelle möchte ich ihm meinen außerordentlichen Dank aussprechen. Ohne Menschen wie ihm, die sich aktiv für eine Sache einsetzen, ist Veränderung nicht möglich. Deshalb wende ich mich nun an Euch alle da draußen, da ich Eure Hilfe brauche, um den Dokumentarfilm “Generation CO2” ans Licht der Welt zu bringen.

Am 30.10.2014 startet mit Ecocrowd eine neue Crowdfunding-Plattform, die sich explizit für Finanzierungen von nachhaltigen Projekten durch Crowdfunding einsetzt. Ecocrowd ist ein Projekt der Deutschen Umweltstiftung und wird gefördert durch das Umwelt Bundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Ich bin stolz und gespannt, da der Dokumentarfilm “Generation CO2” eines der 5-7 Startprojekte der neuen Plattform sein wird. Mit der Crowdfunding-Kampagne versuche ich einen kleinen Teil des Budgets zusammenzubekommen, welches ich benötige, um den Film sinnvoll produzieren zu können. Das eingesammelte Geld wird zum größten Teil zur Tilgung der Reisekosten verwendet werden. Worum es in dem Film geht und warum ich ihn machen muss, erkläre ich in diesem kurzen Projektvideo zur Kampagne. Ein ausführliches Interview mit leicht schizophrenem Charakter (da ich mich selbst interviewe) könnt Ihr weiter unten lesen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich alle zahlreich unterstützt, damit ich diesen Dokumentarfilm umsetzen kann, da er mir eine Herzensangelegenheit ist. Ich würde mich auch freuen, wenn Ihr diesen Artikel auch in Euren sozialen Netzwerken posten könntet, wenn Ihr mich unterstützen wollt. Vielen 1000 Dank dafür!

Interview mit Alexander Fuchs, Filmemacher & Herausgeber

Brauchen wir wirklich noch einen weiteren Film über den Klimawandel und Nachhaltigkeit?

Ich kann ja jetzt nur mit ja antworten, sonst würde ich mir und dem Projekt in den Rücken fallen. Aber ernsthaft: Ich glaube, es gibt schon eine Menge guter Filme über das Thema, allerdings zeichnen diese Filme fast alle ein dystopisches Bild. Diese Filme zeigen meist auf, was alles schon schiefgelaufen ist, wieviel Arten wir schon ausgerottet und wieviel Landfläche wir schon vernichtet haben etc. pp. Das ist nicht besonders zielführend, denn es produziert in unseren Köpfen ein Ohnmachtsgefühl. Oder es sind Filme, die für eine Zielgruppe produziert wurden, die sowieso schon überzeugt davon sind, das Klimawandel, Ressourcenknappheit etc. ein großes Thema sein sollte. Mein Ansatz ist ein anderer: Zum einen will ich versuchen einen Film zu machen, der die breite Öffentlichkeit anspricht, zum anderen ist mein Ansatz ein positiver. Ich möchte Menschen zeigen, die in ihrem privaten Leben den Wandel bereits leben oder umgesetzt haben. Als einzelner können wir nicht die Welt in ihrer Gesamtheit retten oder besser machen. Was wir aber können, ist in unserem Alltag Veränderungen vorzunehmen, Veränderungen, die zwar klein erscheinen, die aber Auswirkungen haben. Und wenn jeder etwas im Kleinen tut, wird irgendwann vielleicht etwas Großes daraus. Ich denke, was wir als Menschen verstehen lernen müssen ist, dass der Klimawandel und die übermäßige Ressourcennutzung unseres Lebensraums und die daraus resultierenden Probleme unser aller Problem sein wird. Es ist unsere Lebensraum den wir jeden Tag ein bisschen mehr zerstören, auch jeder einzelne von uns, auch ich, mit dem, was ich konsumiere zum Beispiel. Jedem Gegenstand, den ich heute kaufe, haftet ein Stück weit auch ein Umweltschaden an, der bei seiner Produktion entsteht. Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir alle eine Verantwortung gegenüber unserem Lebensraum haben, mache ich den Film. Oder um es kurz zu sagen: Wir handeln gerade so, als ob unser Lebensraum nicht wichtig für uns ist, wir zerstören ihn durch unser Wirtschaftssystem, durch unsere Prouktionsprozesse usw. Dabei ist es doch so: die Erde braucht uns nicht, selbst wenn wir sie komplett verseuchen und alle Ressourcen, die wir nutzen verbrauchen, wird die Erde und das Leben auf ihr weiterhin existieren. In ein paar Millionen Jahren hat sie sich dann von uns als Spezies erholt, aber wahrscheinlich ohne uns. Wir sind die erste Spezies auf unserem Planeten, die es schaffen kann sich selbst die Lebensgrundlage zu nehmen.

“Wenn jeder etwas im Kleinen tut, wird irgendwann vielleicht etwas Großes daraus.”

Warum ist Dir persönlich der Film so wichtig?

Ich bin letztes Jahr 40 Jahre alt und Vater einer süssen Tochter geworden. Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich weiterhin für Unternehmen arbeiten will, die unseren Lebensraum zerstören oder ob ich was ändern will und kann. Das einzige, was ich kann ist Filme zu machen, deshalb kam ich auf die Idee dieses Dokumentarfilms – als eine Form der Aufklärung, um das Thema in den Köpfen noch präsenter zu machen und im besten Fall positiv zu konnotieren.

Worum wird es konkret inhaltlich in dem Film gehen?

So wie es zurzeit aussieht wird es drei Ebenen geben: eine historisch-politische, die mit der Veröffentlichung der berühmten “Limits to Growth”-Studie 1972 anfängt, eine Interviewebene, wo ich mit verschiedenen Experten zu unterschiedlichen Themen sprechen werde und eine ProtagonistInnenebene, die Menschen aus dem realen Leben zeigen wird, die alle für sich was geändert haben oder sich bereits auf dem Weg des Wandels befinden.

Ich bin froh, dass ich bisher schon Zusagen für Interviews mit Experten wie etwa Prof. Dr. Niko Paech von der Uni Oldenburg, dem führenden Ökonom für Postwachstumsökonomie, mit Prof. Dr. Felix Ekardt von der Forschungsstelle für Nachhaltigkeit in Leipzig und Arnulf Köhnke vom WWF für den Film gewinnen konnte. Andere Expertenanfragen stehen noch aus.

Was die ProtagonistInnen angeht, habe ich bisher vier interessante Menschen gewinnen können: Niko ist erfolgreicher Fotograf und wohnt seit Jahren in einem Wohnmobil und lebt schon nachhaltiger als andere, da er sich aufgrund des begrenzten Raumes in seinem Wagen einschränken muss. Daniel ist aktiver Klimaschützer und arbeitet mittlerweile festangestellt bei einer NGO, die versucht eine Meßbarkeit von echter Nachhaltigkeit (und keinem Green Washing) für börsennotierte Großunternehmen zu entwickeln. Anika und Alex sind ein Paar, die überlegen eine vegane Agrawirtschaft zu betreiben.

Wie genau sieht die Finanzierung für das Projekt aus?

Ich möchte auch was die Finanzierung angeht neue Wege beschreiten. Ich habe bisher bewußt darauf verzichtet Fernsehsender mit ins Boot zu holen, da die Entscheidungsprozesse mitunter sehr lange in den Mühlen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten mahlen. Wenn ich bis zu zwei, drei Jahren auf Entscheidungen warten muss, nur um mir eventuell einen Korb zu holen oder um bis dahin vielleicht die Lust und Energie verloren zu haben, fange ich lieber auf eigenen Faust an einen Film zu einem so wichtigen Thema zu machen. Außerdem bleibt uns als Menschheit bei diesem Thema nicht mehr soviel Zeit, um Zeit unnütz in Warteschlangen vergeuden zu können.

Meine Idee ist eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, die ohne Fernsehsender auskommt. Wenn ich mindestens zehn Unternehmen finde, die 5 bis 8 Tausend  Euro in den Film investieren plus der hoffentlich erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne auf Ecocrowd, habe ich ein Budget zusammen, mit dem ich den Film sinnvoll produzieren kann. Die Firmen haben für sich eventuell einen Imagegewinn, wenn sie in den Film investieren. Filmemachen kostet Geld, mitunter viel Geld. Gerade, wenn man den Anspruch hat, das Ganze auch unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zu produzieren. Das fängt nicht nur bei den Produktionsmittlen an, sondern schon da, dass man die Menschen, die am Film mitarbeiten auch fair bezahlen will. Außerdem entstehen mitunter größere Summen durch die Reise- und Unterkunftskosten und Musiklizenzen und Bildrechte kosten auch Geld. Was viele Menschen erst einmal nicht verstehen, wenn sie hören, dass da jemand einen Film macht, ist, dass es mein Beruf ist Filme zu machen, mit dem ich auch u.a. meinen Unterhalt bezahlen muss. Die Produktion eines Dokumentarfilms erfordert Unmengen an Zeit, Zeit für Recherche, Zeit zur Interviewvorbereitungen, Zeit zum Drehen, Zeit zum Sichten und Schneiden, Zeit für die organisatorischen Fragen – Zeit also in der alle Beteiligen auch vergütet werden müssen, da sie alle auch nicht im luftleeren Raum leben. Natürlich ist es bei so einem Projekt so, dass sowieso schon viel gar nicht bezahlt oder unterbezahlt gearbeitet wird. Doch für mich war von Anfang an klar, dass ich erst Menschen und ihre Zeit in Anspruch nehmen will, wenn ich auch eine vernüftige Finanzierung dafür zustande bekommen habe.

Es gibt den relativ populären Film HOME von Regisseur Yann Arthus-Bertrand, der auf eine solche Weise produziert worden ist und der aufgrund der Finanzierung meines Wissens kostenlos bei Youtube anzuschauen ist.

“Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich weiterhin für Unternehmen arbeiten will, die unseren Lebensraum zerstören oder ob ich was ändern will und kann.”

Es gibt eine Crowdfunding-Kampagne auf Ecocrowd für den Film – wie genau funktioniert das?

Ab dem 30.10.2014 startet mit Ecocrowd einen neue Crowdfunding-Plattform der Deutschen Umweltstiftung. Das Crowdfunding läuft über einen Zeitraum von 60 Tagen. In dieser Zeit können potentielle UnterstützerInnen auf der Seite sogenannte Rewards kaufen. Angefangen von einem einfachen Dankeschön, über eine Namensnennung im Abspann als UnterstützerIn, einen stylischen Jutebeutel mit “Generation CO2”-Logoaufdruck, über Bücher, einem Frühstück mit mir oder einem Statement, was wir für den Abspann produzieren werden. Oder man kann Teil des Testpublikum werden, wenn der Film in einer ersten Fassung vorliegt. Alles in allem ganz schöne Rewards, wie ich glaube. Nach Ablauf der 60 Tage sollte die angestrebte Summe erreicht sein, ansonsten geht man leer aus und das bis dahin gesammelte Geld wird an die UnterstützerInnen zurücküberwiesen. Bezahlen kann man einfach via Paypal, auch ohne dort ein Konto zu haben. Also die Abwicklung ist denkbar einfach.

Was genau passiert mit dem dort eingesammelten Geld?

Das Geld aus dem Crowdfunding soll mir ermöglichen die Reisekosten, die einen großen Teil bei einer Filmproduktion ausmachen, auf die Art und Weise zu decken, dass der Film auch im Falle einer Unterfinanzierung (die Crowdfunding-Kampagne macht nur ca. 10% des Gesamtbudgets aus) umsetzbar bleibt.

Von dem Geld gehen 19% an den Fiskus, da es als Einnahme versteuert werden muss, 3% der Summe gehen an die Plattformbetreiber und 3% an Paypal für die Abwicklung der Transaktionen.

Ein weiteres Viertel machen die Rewards inklusive Porto und Verpackung aus.

Die restlichen 50% werden für Reisen zu Interviewpartnern und Protagonisten benutzt. Es stehen diverse Reisen inklusive Unterbringung an, u.a. nach Oldenburg zu Prof. Dr. Niko Paech, mehrmalige Reisen nach Leipzig, wo drei der Protagonisten leben, eventuell eine Reise nach Dessau zum Bundesumweltamt, eventuell eine Reise nach Nürnberg zu einem Glücksforscher, eine Reise nach Hamburg zu einem Interview mit Greenpeace etc. pp. an. Je mehr Geld zusammenkommt, um so internationaler kann man den Film gestalten. Gerne würde ich auch Interviews mit Prof. Muhammad Yunus in Bangladesch, mit Chandra Nair in Indien und dem weltweit renommierten Psychologen Martin Seligman in den USA machen, wobei gleichzeitig in den Ländern weiteres Material für den Film generiert würde. Damit das möglich ist, müsste die Kampagne aber ein gutes Stück überfinanziert werden.

“Ab dem 30.10.2014 startet mit Ecocrowd einen neue Crowdfunding-Plattform der Deutschen Umweltstiftung.”

Wie soll der Film ausgewertet werden, wenn er fertiggestellt ist?

Da der Film vorrausasichtlich nicht mit TV-Sendern produziert werden wird, wird der Film nach Fertigstellung über das Internet ausgewertet werden. Im besten Fall kann man den Film gegen eine Leihgebühr anschauen, wobei angedacht ist, einen Teil dieser Leihgebühr als Spende an soziale Projekte abzuführen. Auch würde ich ungern DVDs von dem Film produzieren lassen, da ich denke, dass es heutzutage überflüssig ist und man sich diese Ressourcen sparen kann, da ein ruckelfreies Abspielen via Internet in einer vernünftigen Qualität möglich ist. Der Film soll am Ende auch in einer englisch untertitelten Fassung vorliegen, um den Impact und die Zielgruppe zu vergrößern. Ich denke, der Film wird auch auf Filmfestivals eingereicht werden. Über zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten wird gerade diskutiert. Letztlich hängt die Auswertung eng mit der Finanzierung zusammen.

Wann kann man mit der Fertigstellung rechnen?

Filmemachen ist ein langwieriger Prozess. Ich denke, dass mit einer Fertigstellung frühestens in einem Jahr zu rechnen ist, wahrscheinlich aber doch erst gegen Ende 2015. Letztlich steht und fällt alles mit einer vernünftigen Finanzierung. Also unterstützt uns!

Alex Fuchs
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